Es werde XING!
Die Networking-Plattform openBC hat sich für einen grundlegenden Relaunch des Markennamens und Designs entschieden: Aus openBC wird XING. Der neue Name und das Redesign tragen dem internationalen Wachstumstrend der Online-Community Rechnung. Für die Benutzer wird die Navigation auf der Plattform einfacher und intuitiver.
OpenBC, das deutsche Social Network für Geschäftsleute, hat am Montag etwa ein Duzend Blogger, Podcaster und Medienpspezialisten in ihr Hauptquartier in Hamburg eingeladen um eine kleine Vorschau des Redesigns und Renaming zu geben.
Nachdem am Wochende der neue Namen von OpenBC bekannt wurde, gab es auf dem Corporate Blog der Firma eine Bestätigung, dass ein Renaming von OpenBC nach XING stattfindet.
Über XING
Mit XING wird Ihr berufliches und geschäftliches Netzwerk zu einer aktiv genutzten Ressource, denn XING ist weit mehr als ein Verzeichnis von Geschäftskontakten. Dank der erweiterten Funktionen für Kontakt-Suche und –Management entdecken Mitglieder auf der Plattform Geschäfts- und Fachleute, Chancen sowie auf sie zugeschnittene Angebote. Der innovative Ansatz ist international anerkannt: Business 2.0/CNN Money bezeichnet die Open Business Club GmbH als „one of the world’s hottest Web 2.0 startups“. Red Herring zählt das Unternehmen zu den „Top 100 Unternehmen in Europa“.Gegründet im August 2003, zählt das globale Netzwerk der Open Business Club GmbH inzwischen mehr als 1,5 Millionen Mitglieder und stellt - über 16 Sprachräume und alle Branchen hinweg – Abermillionen von Online-Verbindungen her, mit realen Events an über 4.000 Orten. Die Open Business Club GmbH beschäftigt derzeit 45 Mitarbeiter aus 17 Nationen und ist über ihren Hauptsitz in Hamburg hinaus auch in Peking und Zürich vertreten.
Damit will man erreichen, dass eine Marke entsteht, die emotional aufgeladen werden kann. Mit „openBC“ war dies bisher nicht möglich. Unterstützt werden soll diese Strategie auch durch Projekte von Xing, die sich um Nachhaltigkeit bemühen oder für karikative Zwecke einstehen.
Firmengründer Lars Hinrichs überlegte sich diesen Schritt, nachdem er auf der TED 2006 die Rede von Al Gore gesehen und sich anschließend mit ihm unterhalten hatte:
Da der Name schon vor sehr langer Zeit entwickelt wurde, war es nur etwas ärgerlich, dass OpenBC den neuen Namen den Usern nicht selbst mitteilen konnte, was die Planung etwas durcheinander brachte; denn eigentlich wollte man den Namen als Logo selbst und mit weiteren Informationen den Usern zeigen. Hier ist es:

Begrüßt wurden wir in der Firmanzentrale von Daniela Waschow, der Pressesprecherin von OpenBC, die in einem brandneuen Xing-Shirt auf uns wartete. (Leider gab es keine Shirts für uns, da die richtigen Shirts noch nicht gedruckt wurden.)
Nach einem gemeinsamen Mittagessen erklärte Lars Hinrichs, der CEO, dass OpenBC nur ein vorläufiger Name war, der spontan nach den Überlegungen entstand, dassund „open“, „Business“ und „Club“ mit „BC“ als Hinweis auf ein offenes Netwerk im Namen vorhanden sein müssen. Allerdings hatte man schon damals vor, irgendwann ein Renaming durchzuführen.
„XING“ muss als ausländisches Brand in China ein chinesisches Schriftzeichen enthalten, das wir allerdings nicht zu sehn bekamen. Die in der Blogosphäre kursierenden Übersetzungen von Xing werden im Chinesisch durch unterschiedliche Aussprache und eben unterschiedliche Kanji-Schreibweise voneinander unterschieden.
Dass das Wort einen mannigfaltigen Bedeutungsumfang hat, ist nichts ungewöhnliches in der chinesischen Sprache. So kann es z.B. für Stern oder Sex stehen oder eben auch für „can do“.
Die Firmenmitarbeiter sprechen Xing als [sin:g] aus, was neben dem recht westlichen Klang auch zu einigen Wortspielen verleitet.
XING – Powering Relationships
Als Claim hat man sich im Gegensatz zum früheren „We’re networking People“ für „Powering Relationships“ entschieden, was meiner Meinung nach eine sehr gute Wahl war, denn die zwei Worte drücken sehr viel mehr aus, als der alte Claim. Außerdem wurde er dadurch simplifiziert und passt bei weitem besser zu dem prägnanten „XING“.
Dass man mit dem Renaming vor allem auf Chancen im chinesischen Markt spekuliert, wie es viele Blogger angenommen hatten, wurde uns nicht bestätigt. Auch in China gibt es Konkurrenz für Xing und man ist nicht speziell auf diesen Markt fokussiert. Allerdings habe sich der Country Manager für China natürlich über die Wahl eines chinesischen Namens gefreut.
Es gebe aber auch ein hohes Interesse chinesischer Geschäftsleute nach Kontakten in Deutschland, sodass der asiatische Markt dennoch nicht vernachlässigt werden werden darf.
Felix Menden erzählte als Produktmanager einiges über das Redesign der Plattform. So sind als Leitmotive „klare Strukturen“ und „ein frisches Layout“ genannt worden, welche man unter anderem durch Konsolidierung der Bedienelemente umsetzen will, indem man z.B. Redundanzen bei der Navigation abschafft und die Bedienelemente neu ordnet.
Interessant ist auch, dass es eine API geben wird, bei der man allerdings aus Datenschutzsicherheitstechnischen Gründen einige Sicherheitslevel einbauen wird. Als Vorbild nimmt man sich die API von Flickr, die neben der einfachen Implementierung einige interessante Konzepte verwirklicht wie z.B. die einfache Autorisierung von Applikationen, die die API nutzen wollen.
Auch beim Unternehmensblog plant man einiges zu tun, um die Kommunikation mit den Usern noch zu verbessern. Es gab einige interessante Ansätze, die vielleicht unter Xing umgesetzt werden.
Aber das könnt ihr euch alles selbst anschauen unter Xing.com.
Insgesamt hat mir die Präsentation von Xing sehr gut gefallen; das Unternehmen zeigte sich ganz im Sinne der neuen Marke sehr offen und menschlich. Abends haben wir bei einem Bierchen und Cocktails den Abend in gemütlicher Runde ausklingen lassen.



