Virtualisierung erschwert Administration

Unter Virtualisierung versteht man in der Informatik die Nachbildung von nicht real existierenden Dingen.

Hm, also mich irritiert dieser Satz zu Beginn eines Artikels der Computerwoche über Servervirtualisierung etwas. Nicht nur, dass der Artikel mit

Virtualisierung erschwert Administration

betitelt ist, nein, es ist mehr eine innere Stimme, die mir sagt, dass da irgendwas nicht stimmen kann. Ist das nur Einbildung oder hat der Autor des Artikels wirklich einen Fehler gemacht?
“Nachbildung von nicht real existierenden Dingen” – also unsere Server, die wir virtuell betreiben waren bis zum Einsatz von VMware / ESXserver reale Server. Gut, vielleicht habe ich das auch falsch verstanden, aber wenn man nicht reale Dinge nachbildet, woher weiß man dann überhaupt, wie diese nicht realen Dinge sein sollen?

Und zur Überschrift: Virtualisierung wird ja gerade deshalb eingesetzt, weil die Administration einfacher werden soll; weniger Hardware -> weniger Wartung; ausserdem lassen sich die Server leichter migrieren, starten & beenden, eine Sicherung des virtuellen Servers lässt in wenigen Minuten den Server wieder auferstehen und über das VMware-Webinterface hat man einen guten Überblick über Ressourcenzuordnung, -Verbrauch und Serverstatus.
Ausserdem rechtfertigen die Vorteile der Serverkonsolidierung mit VMware einen Mehraufwand bei der Migration von physischen Maschinen in die virtuelle Umgebung. Immerhin kann man damit ab 2006 mit VirtualCenter v2 eine Serverredundanz erzeugen die jenseits der Möglichkeiten physischer Hardware liegt. So sorgt der Managementserver dafür, dass die virtuelle Server eines ausgefallenen physischen Hostsystems automatisch auf einem anderen Host gestartet werden. Auch werden die Ressourcen dynamisch verwaltet (Load Balancing), sodass eine höhere Auslastung des gesamten Systems erreicht werden kann. Und dies sorgt natürlich dafür, dass man erhebliche Einsparungen bei der Hardware hat.

Endlich, am Ende der ersten Seite merkt der Autor selbst, dass virtuelle Server vielleicht doch garnicht so schlecht sind:

…ist die Verwaltung der virtuellen IT-Welt nicht per se schwieriger…

Naja, im Prinzip kann es mir ja egal sein, was der Autor des Artikels da schreibt; im Endeffekt muss sich jede Firma sowieso genau überlegen, ob sich eine Migration von physischen auf virtuelle Server lohnt oder nicht. Allerdings sprechen die stetig wachsende Zahl der Befürworter für sich.
Hier gab es heute schon einen kleinen verwandten Artikel und hier sollte der Autor mal die Roadshow von DNS besuchen. Ausserdem gib es hier noch mehr Artikel über VMware.

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