Wer die letzen Stunden versucht hat, auf einen Post auf Blogger.de zuzugreifen, wurde mit dieser Fehlermeldung begrüßt:
db Server macht weiterhin Probleme
Sat Nov 18 23:56:31 CET 2006
Mehr Informationen hier: Hetzner: Protokoll eines Scheiterns
Dirk hat dazu einen Post in seinem Blog verfasst.
{ 12 comments… read them below or add one }
Also DAS ist schon echt – naja sagen wir – unangenehm.
Gut, das besteht alles aus Technik und Menschen; zwei Dinge, die halt fehleranfällig sind.
Aber ich hätte schon erwartet, dass man bei einem Kunden wie blogger.de einen Zahn zulegt…
http://forum.hetzner.de/wbb2/thread.php?threadid=7669
das ist die andere seite der medallie. wieder ein fall, aus dem beide parteien was lernen können…
Ack. Bekanntlich bin ich ja kein Freund davon, derlei an die große Web-Glocke zu hängen, hier allerdings sehe ich nicht mal den Hauch von etwas, daß diese Geißelung des Hosters rechtfertigen würde (siehe auch http://blogdoch.net/index.php?entry=entry061119-184007).
Ich bin kein Hetzner-Kunde und kenne deren AGBs nicht; warum man aber trotz des Verdachts des Mailverlusts nicht mal versucht, telefonisch jemanden an den Start zu kriegen, erschließt sich mir nicht. Das hat bei mir sogar mit T-Com bislang immer gefruchtet — wenngleich nicht immer von Erfolg gekrönt, hatte ich danach zumindest ‘nen Status, mit dem ich weitere Schritte triggern konnte. Nicht zuletzt ist ein Telefonat doch verbindlicher als eine eMail, der Angerufene muß sich _in dem Moment_ damit auseinandersetzen.
Egal, zurück an die Blogbar, die tut zum Glück ja noch — auch der Don scheint Redundanz schätzen gelernt zu haben
wie immer liegt die wahrheit wohl irgendwo dazwischen. aber einen kunden wie dirk so hängen zu lassen ist schon etwas doof. immerhin erwartet man ja einen gewissen service.
wirkliche redundanz ist es ja nicht, aber es wäre sicher nicht nur für don ärgerlich, wenn seine artikel stunden oder tagelang nicht abrufbar sind.
ich wünsche hetzner und dirk einfach mal eine zukünftig erfolgreichere kommunikation und auch einen baldigen erfolg mit dem db-server.
Hoppla, wo ist mein Kommentar hin? [Reload in 2. Tab] Oh, wieder da — und von UTF-8-nach ISO-8859-1 konvertiert? (BTW: zu meinen Kommentierungsproblemen, es liegt an meinen Spam-Catch-Mailadressen mit ” “, vgl. Kommentare in http://blogdoch.net/comments.php?y=06
(Ich und Dittes WordPress, wir mögen uns … Kommentar Nr. 6 sollte in den Anführungszeichen ein Plus haben: »Spam-Catch-Mailadressen mit “PLUS-ZEICHEN”« Außerdem wurde die blogdoch.net-URL abgeschnitten und der danach folgende Text nicht übernommen.)
Zu Hetzner, Du schreibst: »aber einen kunden wie dirk so hängen zu lassen ist schon etwas doof. immerhin erwartet man ja einen gewissen service.«
Wie ich bei blogdoch.net schon schrieb: der dargelegte Kommunikationsfluß mit dem Support per Mail ist indiskutabel, ja. Aber “einen gewissen service” darf man prinzipiell nur in dem Maße erwartet, in dem man ihn eingekauft hat. Da fehlen mir zumindest die Informationen, was “dirk” wirklich eingekauft hat – wenn ich nur Holzklasse (z. B, Mo-Fr 9-17 Uhr Störungsannahme und Aktionsauslösung) einkaufe, dann muß ich mit den Folgen eines Ausfalls ab Freitag 18 Uhr bis ca. Montag Mittag einfach leben. _Auch_ wenn 900.000.000 Blogs dann solange offline wären: einen Anspruch auf eine andere Behandung hat aus meiner Sicht auch ein »kunde wie dirk« nicht.
Inwiefern es nun geschickt vom Hoster ist, auch »einen kunden wie dirk« mit blogger.de nach Ablaufplan abzufrühstücken – ich frage andersurm: mit welchem Geschäftsmodell soll denn der Laden laufen, wenn die schiere Marktmacht das abschließen von adäquaten SLAs obsolet macht?
Dirk hat sich bewußt entschieden, das bis Montag auszusitzen; ein Wochenendeinsatz kostet bei Hetzner 116,–, das habe ich heute gelernt. Kostet er so “viel”, weil Hetzner damit sich sanieren will? Warum soll Hetzner Kosten, die IMHO. tatsächlich entstehen, aufsichnehmen? Ein deeskalierender Schachzug wäre aus meiner Sicht gewesen, den Wochenendeinsatz zu bestellen, sich in Ruhe Montag mit dem Dienstleister auseinanderzusetzen und eine Kostenteilung oder -übernahme zu erörtern. Unschuldig sehe ich Hetzners Support, zumindest nach vorliegender einseitiger Darstellung, nicht am Status Quo; aber weder die Trotzkopf-Haltung bzgl. telefonischem Kontakt noch die, wirtschaftlich verständliche, imho aufgrund des Impacts aber fragwürdige, Entscheidung, den DB-Server bis Montag vor sich hin rotten zu lassen _und_ hierzu einen Frustblogeintrag aufzusetzen, sind zielführend.
»wirkliche redundanz ist es ja nicht, aber es wäre sicher nicht nur für don ärgerlich, wenn seine artikel stunden oder tagelang nicht abrufbar sind.«
Nochmal: Dirk (den ich nicht kenne; ich kenne auch blogger.de nur insofern, als daß ich immer mal über Blogs stolpere, die unter dieser Domain laufen) hat alle Hebel in der Hand, er hat sich aber entschieden, die für ihn kostengünstigste Option wahrzunehmen. Kann man machen, muß man aber nicht. Angeblich ist allen Nutzern klar, daß das als Nebenbeiprojekt läuft (was ich tendentiell großartig finde, zumal, wenn es sich tatsächlich rein über die Werbung auf den Seiten refinanziert für Dirk), AFAIK ist das Angebot für die Nutzer kostenlos – insofern mag es ärgerlich für die vom Ausfall Betroffenen sein, aber überraschen dürfte es sie nicht. Und die Schuld (alleine oder auch nur überwiedend) beim Hoster zu suchen, halte ich für falsch; siehe entspr. Artikel auf http://blogdoch.net.
»ich wünsche hetzner und dirk einfach mal eine zukünftig erfolgreichere kommunikation und auch einen baldigen erfolg mit dem db-server. «
DEM kann ich mich nur rundweg anschließen
Das “Frustblog” existiert seit Anfang 2003…
Und ich weiß immer noch nicht, warum es nicht im Einflußbereich von Hetzner ist, einen Server fehlerfrei zur Verfügung zu stellen, dessen Miete sie monatlich kassieren UND die Möglichkeit zu geben, den Server in einem kürzeren Zeitraum als 10 Stunden zu resetten.
@kai: ja, bin gerade am umbasteln. ich werde wieder den klassischen kommentar mit reload einbauen, wenn es nicht sauber läuft.
zum thema: probleme mit den platten hat es wohl öfters gegeben, da wäre ich jetzt davon ausgegangen, dass man als service zuindest in einer email auf den telefonischen kontakt hinweisen kann.
@dirk: vielleicht nimmt man sich bei hetzner diesem vorschlag ja noch an. ich denke, dass der provider allgemein schon bemüht ist, durch guten service aufzufallen. gerade in dieser branche hängt ja viel davon ab.
Der Macher von Blogger.de beschwert sich das sein Server instabil ist und er keinen SSH-Zugriff hat?!
Wenn ich das richtig sehe ist das ein unmanaged Server. Dann muss er selber dafür sorgen das sein Server läuft. Bei managed Server ganz einfach nach den SLAs sich verhalten.
Felix, wie ich schon bei mir im Blog auf Deinen Kommentar hin gesagt habe: wenn die Hardware defekt ist, kann ich ja wohl schlecht was dafür, oder?
@Dirk: »Und ich weiß immer noch nicht, warum es nicht im Einflußbereich von Hetzner ist, einen Server fehlerfrei zur Verfügung zu stellen, dessen Miete sie monatlich kassieren UND die Möglichkeit zu geben, den Server in einem kürzeren Zeitraum als 10 Stunden zu resetten.«
Wie gesagt, ich kenne die Hetzner-SLAs nicht. Ich kenne auch nicht die Infrastruktur Hetzners, inwiefern sie bei Root-Servern Zugriff auf syslogs und andere Daten haben. Nach meinem Dafürhalten ist in diesem Umfeld der Kunde für den Fehlerbericht maßgebllich zuständig, bei sich still verabschiedenden Systemen ist das natürlich für beide Seiten doof. Schlau wäre es, für diese Fälle ein Hardwaretauschrecht in Vertrag zu haben – dann gibt’s eine Grundlage, auf der man was in die Wege leiten kann. Sowas im unteren Preissegmnent anzubieten ist aber natürlich auch immer wieder eine Gratwanderung.
Zu »fehlerfrei zur Verfügung«: wie sicher kannst Du zu jeder Zeit einen Ausfall Deinem Verantwortungsbereich (OS, Anwendungen) bzw. dem des Hosters (Hardware, Environment) klar zuordnen? Ich hätte da so meine Probleme, wenn ich keine Meldungen in syslog und auf der Console habe.
Wie mir mittlerweile zugetragen wurde, hat Dell angeblich im letzten Monat das Thema Maxtor-Platten == böse aufgebracht. Nay info appreciated.
In einer idealen Welt würde ich erwarten, daß Hetzner a) gewußt hätte, was für Platten bei Dir verbaut waren und b) ein solches Problem nach Klärung mit dem Zulieferer, proaktiv an die Kunden heranträgt. Oft erlebt, daß das so klappt, habe ich bislang nicht
Über den Ablauf des Resettings vermag ich nur den Kopf zu schütteln, grade die Rückfragen gehen imho gar nicht. Aber, nochmal, nach vielen traurigen Geschichten würde ich heute niemals ruhig dasitzen und Mails an Mailroboter schicken. Telefon rulez in solchen Fällen …
Aus meiner Sicht ist da einiges zusammen gekommen: Du warst nicht über alle Supportwege informiert (Rufnummer RZ); länger bestehendes, manuellen “Reboot” erforderndes Problem tritt wieder auf und der Support per Mail tut pünktlich zum Wochenende mehr so gar nicht. Statt Alternative Wege zu beschhreiten, bleibst Du bei Mail. Du magst formaljuristisch nichts falsch gemacht haben (das zu bewerten, müßte ich die Melderichtlinien von Hetzner kennen), aus meiner Sicht jedenfalls hast Du nicht alles unternommen (Anruf), um das Problem frühzeitig(er) einer Lösung zuzuführen.
MfG,
Und daher halte ich, nach wie vor, ‘Hetzner: Protokoll eines Scheiterns’ für nicht angemessen.
Das hat *nichts* damit zu tun, ob Hetzner alles richtig gemacht hat — hat Hetzner meiner Erachtens nicht, siehe Deinen Mailwechsel –, sondern damit, daß Du nicht (weitgehend) *alles* unternommen hast, den Ausfall zu beenden. Aus der Position heraus zu schreiben »DER DA ist doof und stinkt nach Fisch«? Nee
-kai