War natürlich klar, dass es irgendwann passiert, nun ist die “braune Grütze” übergekocht. Das StudiVZ, dass in den letzten Tagen und Woche schon sehr viel Kritik einstecken musste, wird jetzt noch einmal durch den Wolf gezogen.
Der Gründer Ehssan Dariani hatte sich eine besondere Einladung zu einer Geburtstagsparty überlegt und die Domains voelkischer-beobachter.de und voelkischerbeobachter.de mit einer Webseite bestückt, die sehr an das NSDAP-Propagandablatt “Völkischer Beobachter” erinnert.
(Bild der Originaltitelseite rechts)
Es sei betont, dass Ehssan Dariani sicher nicht in die rechte Szene gestellt werden darf. Jedoch ist schon vermehrt aufgefallen, dass sein Verständnis von Humor sich in andere Richtungen bewegt. Auch wenn es für jemanden, der das Naziregime nicht selbst miterlebt hat, nicht wirklich schlimm sein mag, so etwas zu veröffentlichen (und sobald etwas im Web zugänglich ist, ist es veröffentlicht), so sollte man sich dennoch vorher überlegen, wo der Spaß aufhört.
Allerdings kann ich die Reaktionen einiger Blogger und Kommentatoren nicht verstehen. Klar sollte man darauf eingehen, was da passiert ist und den betroffenen Personen versuchen zu vermitteln, warum man das so nicht machen kann. Aber man darf dabei keinesfalls auf das gleiche Niveau begeben und mit Verachtung oder sonstigem antworten.
Die deutsche Geschichte lastet schwer auf den Schultern der älteren Generationen. Wir, die wir erst nach Ende des Krieges geboren wurden, haben allerdings ein ganz anderes Verhältnis zu der Geschichte und sind auf das angewiesen, was wir vermittelt bekommen. Dies kann nur durch eine sinnvolle Kommunikation geschehen…
Für alle Interessierten: Ich empfehle das LeMO des Deutschen Historischen Museums, wenn man keine Zeitzeugen kennt, die einem erzählen können, wie es damals war.
Siehe auch: Peter Turi, Mike Schnoor, Jörg-Olaf Schäfers und Robert Basic