Ich wünsche dir fürs neue Jahr…

by Andreas Dittes on 31. Dezember 2005 · 3 comments

von Elli Michler &
Christian Morgenstern (1871-1914)

Ich wünsche dir fürs neue Jahr
das große Glück in kleinen Dosen.
Das alte lässt sich ohnehin
nicht über Nacht verstoßen.

Was du in ihm begonnen hast
mit Mut und rechter Müh´,
das bleibt dir auch noch Glück und Last
in neuer Szenerie.

Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der Zeit,
in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen,
unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit,
wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen.

Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch,
den ewige Kraft auf ihre Werke tut;
ein Blinzeln – der Geschlechter lange Reihn,
ein Blick – des Erdballs Werden und Verglut.

Thx an Marcus!

Edit:
Der Text stammt in dieser Fassung nicht von Morgenstern. Elli Michler hat den ersten Teil diese Form laut der Morgenstern-Wiki verfasst.

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DiTTES.iNFO BLOG » Nicht von Morgenstern!
26. Februar 2006 um 02:04

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1 Barbara Michler 24. Januar 2006 um 08:41

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihr Text „Ich wünsche dir fürs neue Jahr … von Christian Morgenstern“ ist leider eine Vermischung eines Gedichts von Morgenstern (die letzten 8 Zeilen) mit der 1. Hälfte eines Gedichtes von Elli Michler, meiner Mutter (die ersten 8 Zeilen).
Leider hat sich diese Internet-„Ente“ inzwischen weiterverbreitet:
http://christian-morgenstern.de/dcma/index.php?title=Nicht_von_Morgenstern
Hier finden Sie die richtigen Fassungen beider Gedichte :

Ich wünsche dir fürs neue Jahr…

Ich wünsche dir fürs neue Jahr
das große Glück in kleinen Dosen.
Das alte läßt sich ohnehin
nicht über Nacht verstoßen.

Was du in ihm begonnen hast
mit Mut und rechter Müh’,
das bleibt dir auch noch Glück und Last
in neuer Szenerie.

Erwarte nicht vom ersten Tag
des neuen Jahres gleich zuviel!
Du weißt nicht, wie er’s treiben mag,
es bleibt beim alten Spiel.

Ob gute Zeit, ob schlechte Zeit,
wie sie von Gott gegeben,
so nimm sie an und steh bereit
und mach daraus dein Leben !

Elli Michler
Aus: Dir zugedacht, © Don Bosco Verlag, München 2004

Schicksalsspruch
Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der Zeit,
in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen,
unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit,
wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen.
Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch,
den ewige Kraft auf ihre Werke tut;
ein Blinzeln – der Geschlechter lange Reihn,
ein Blick – des Erdballs Werden und Verglut.
Christian Morgenstern

2 Grigorios 7. Juni 2007 um 07:24

Nice

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