Stoibers 10 Minuten, weil der Hauptbahnhof näher an München herankommt

by Andreas Dittes on 21. März 2006 · 0 comments

Bin gerade auf YouTube über Herr Stoiber gestolpert.
Angefangen hat alles ja damit, dass Mario ein kleines Polit-Quiz gebloggt hat. Schnell zog das Audiofile seine Kreise und Mario Sixtus zog ein Resümee.

Tja und heute bin ich wie gesagt wieder über das Audiofile gestolpert. Diesmal sogar mit Bildern unterlegt:

Spundwand lieferte sogar ein vollständiges Transcript der Rede:

Und das ist eine ungeheuer harte Auseinandersetzung gewesen. Ich will das nur noch amal, ich will mich da, will, will Euch nur nochmal daran erinnern. So, und Strauß hat deutlich gemacht: dieser Flughafen, ist nicht alleine und in erster Linie ein Münchner Flughafen. Sondern er soll ein bayerischer Flughafen werden, er soll Bayern in einer, in einer zükünftigen Weise, bei der zunehmenden Bedeutung des Luftverkehrs und des, der Globalisierung, die man damals anders nannte, er soll das Tor sein, zur Welt, um den Raum München und natürlich dann, als Lokomotive Bayern mitziehend, an die Welt anzuschliessen, an die wirtschaftliche, an die wirtschaftlichen Segnungen des Handels und des Wandels anzuschließen. So und jetzt ham ma den Punkt. Wenn Sie, ah-vom Hauptbahnhof in München, mit zehn Minuten, ohne daß Sie am Flughafen noch einchecken müssen, dann starten Sie im Grunde genommen am Flughafen, am am Hauptbahnhof in München starten Sie ihren Flug. Zehn Minuten, schauen Sie sich mal die großen Flughäfen an. Wenn Sie in Heathrow in London oder sonstwo meines Sch-Charles de Gaulle äh in Frankreich oder in äh in in, äh in äh, Rom, wenn Sie sich mal die Entfernungen ansehen, wenn Sie Frankfurt sich ansehen, dann werden Sie feststellen daß zehn Minuten, Sie jederzeit locker in Frankfurt brauchen um ihr Gate zu finden. Wenn Sie vom Flug-, vo-vom Hauptbahnhof starten, Sie steigen in den Hauptbahnhof ein. Sie fahren mit dem Transrapid in zehn Minuten an den Flughafen in, an den Flughafen Franz-Josef Strauß. Dann starten Sie praktisch hier am Hauptbahnhof in München. Das bedeutet natürlich daß der Hauptbahnhof, im Grunde genommen näher an Bayern, an die bayerischen Städte heranwächst, weil das ja klar ist, weil aus dem Hauptbahnhof viele Linien aus Bayern zusammenlaufen. Deswegen ist dieser Transrapid, eine ganz faszinierende Angelegenheit für Bayern und für die Landeshauptstadt. Und ein Oberbürgermeister, der sich so einläßt, mehr oder weniger, na ja dann nehm man halt, ein solcher Oberbürgermeister wird also seiner Be-, seiner Aufgabe für die Stadt und auch für die Metropole Bayerns, alles zu tun dass die Zukunft auch weiter gestaltet wird, wird er nicht gerecht, das muss ich in aller Sachlichkeit sagen, meine Damen und meine Herren, denn ohne Einsatz können Sie das nicht erreichen. (Applaus)

Und noch eine weitere Version, diesmal von Fettisch.de und mit Musik unterlegt:

Mario hat auf dem ZDFblog zu anderer Zeit auch mal passend bemerkt, dass die rhetorischen Fähigkeiten des Bayers zu wünschen übrig lassen:

Stoiber gilt gemeinhin nicht als als besonders guter Redner. Das ist ein Vorurteil, das so nicht stimmt: Er ist eine Katastrophe. Ein einziger Satz zur gleichen Zeit reicht Edmund Stoiber nicht aus. Er beginnt stets drei oder vier Wörterwürmer gleichzeitig und versucht dann hastig, mit allen gleichzeitig fertig zu werden. Ein Unterfangen, dass natürlich scheitern muss.

Das klingt dann ungefähr so: “Es kommt nicht darauf an, leztendlich kommt es nicht an, es geht darum, am 18. September, um die Bilanz nach sieben Jahren, heißt sozusagen, wir haben in den letzten sieben Jahren, und wir sind nun 25 Länder in der Europäischen Union, in den letzten sieben Jahren, nun stehen wir auf dieser Tabelle ganz unten, und diese Bilanz kann man nicht bestreiten.” Alles klar?

Und weils so schön war gleich nochmal ein Video über Stoiber:

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