Ich war am 28.11. in der Technologiefabrik Karlsruhe, wo einige Vorträge unter dem Motto “Web 2.0 in Karlsruhe: Potenziale des Internets der zweiten Generation” stattfanden.
Geladen hatte die MFG Baden-Württemberg, die ein “Innovationsprogramm Web 2.0” initiiert hatte und nun in einer Roadshow durch Baden-Württemberg Ergebnisse präsentieren konnte und so versucht, vor allem Unternehmer an das Thema heranzuführen.
Programm:
19.00 – 19.15 Uhr
Begrüßung und Vorstellung des Innovationsprogramms Web 2.0
Florian Bäuml / Corina Hummel
MFG Baden-Württemberg19.15 – 19.45 Uhr
Web 2.0 – Zwischen Marketing-Hype und neuen Möglichkeiten – eine Einführung
Wolfgang Tischer
MFG Baden-Württemberg19.45 – 20.05 Uhr
qooxdoo.org – the new era of web development
Andreas Ecker
Schlund & Partner AG / STZ IDA Karlsruhe20.05 – 20.25 Uhr
ZwEITGEIST: Leben im Internet
Christine Stumpf
Bluehands GmbH & Co.mmunication KG20.25 – 20.45 Uhr
Strategische Einsatzmöglichkeiten und Potenziale von Wikis im Unternehmenseinsatz
AK Wissensmanagement
Innovationsprogramm Web 2.0
Die Vorträge waren sehr einfach gehalten, um dem Publikum nicht zuviel abzuverlangen. Corinna Hummel führte ins Thema ein, indem sie die Arbeit der MFG in Bezug auf IT & Medien beschrieb und näher auf das “Innovationsprogramm Web 2.0″ einging. Ausserdem schilderte sie den Projektfahrplan und erwähnte erste Ergebnisse.
Wolfgang Tischer ging näher auf Web 2.0 ein und erklärte an vielen Beispielen, was sich denn nun überhaupt verändert hat im Web. Youtube, Flickr, Myspace, Xing, Wikipedia, Skype (da teile ich nicht wirklich die Meinung, dass es sich um eine Webapplikation handelt
), verschiedene Dienste von Google und die Applikationen iTunes & SecondLife (auch beides keine Webanwendungen).
Neben Blogs wurden auch Podcasts näher erklärt; also warum Blogs eine total neue Art der Vernetzung digitaler Inhalte darstellen. Weniger gut fand ich den Bildblog als Beispiel, denn auch wenn der Name darauf schliessen läßt, in meinen Augen muss ein Blog über eine direkte Kommunikationsmöglichkeit verfügen. Diese wird durch Kommentare abgebildet. Der Bildblog hat jedoch keine Kommentarfunktion und würde damit auch nicht dem Schema entsprechen, dass Herr Tischer erläutert hat. Aber dennoch sehr interessant, um einen kleinen Überblick zu bekommen, was ja auch Sinn des Vortrags war.
Andreas Ecker von der Schlund & Partner AG stellte wie schon auf dem ersten Webmontag in Karlsruhedas Javascript-Framework qooxdoo vor, das übrigens [guks'du:] ausgesprochen wird. Auf technische Details konnte er nicht eingehen, aber dennoch war dies der techniklastigste Vortrag des Abends.
Danach erklärte Christine Stumpf, was zweitgeist ist:
Zweitgeist ist das Alter Ego, unsere virtuelle Figur im Internet. Zweitgeist macht Menschen im Internet sichtbar. Wer gleichzeitig auf derselben Webseite surft kann andere sehen und kommunizieren.
Konkret versucht man über eine Software User zusammenzubringen. Die Software registriert, welche Webseite ein User besucht und zeigt alle anderen Zweitgeister auf, die sich genau auf der gleichen Webseite aufhalten. Im Gegensatz zu den vielen Firmen, die diese Verknüpfung über HTTP oder Browserplugins versuchen und relativ einfache Konzepte vorhalten, wartet Zweitgeist mit einer Fülle von Ideen auf: Es soll möglich sein, Figuren aus Spielen in Zweitgeist zu nutzen, sich zu Communitys zusammenzuschliessen, gemeinsam zu demonstrieren, sein Avatar durch Premiumdienste aufzuwerten (ähnlich wie bei ComBOTS), eine Datingfunktion zu nutzen und vieles mehr.
Abschließend berichtete Hans-Jörg Happel vom Arbeitskreis Wissensmanagement (einer der Arbeitskreise des Innovationsprogramms) über “Strategische Einsatzmöglichkeiten und Potenziale von Wikis im Unternehmenseinsatz”. Neben den Vorteilen einer Wiki wurden viele Funktionsbeispiele anhand der Wikipedia aufgeführt.
Dieser Vortrag war eine Ergebnispräsentation eines der Arbeitskreise, die sich im Zuge des Projekts gebildet hatten.