Robert hat sich zum Thema “Medienkonvergenz oder wenn Blogs erwachsen werden” Gedanken und Screenshots gemacht.
Da er wohl keine Firefox-Erweiterungen oder sonstige Werbeblocker nutzt, zeige ich ihm einfach mal, wie ich die Sache “sehe”:
SpON:
Links zu sehen ist der bei Robert Basic geklaute Screenshot, recht die gleiche Seite, wie sie bei mir im Browser erscheint. Ich nutze Firefox + Adblock Plus und etwas Handarbeit (Techcrunch hostet z.B. die Sponsorenbilder auf der eigenen Seite, die müssen also einmal gesperrt werden, sind dann aber für immer weg).
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Was genau ist heutzutage der Sinn eines Adblockers? Ich dachte, die wären mit Aufkommen von Flatrates und Breitbandverbindungen für immer verschwunden. Wusste gar nicht, dass es die noch gibt …
Dass sich 1996 nicht alle irgendwelche animierten Werbebanner über die ISDN-Leitungen ziehen wollten, konnte ich ja nachvollziehen, aber heute? Ich will ja nicht sämtliche Werbung ausblenden, manche Sachen interessieren mich doch vielleicht.
Und das erste was mir auffiel: in dem Boingboing-Screenshot fehlt nicht nur die Werbung, sondern auch die Buttons, um den Feed in irgendwelche Feedreader hinzuzufügen. Absicht?
der adblocker zieht wirklich nur die werbung raus, die feedbuttons habe ich manuell hinzugefügt. ich brauche die nicht immer sehen, da ich den feed entweder schon abboniert habe oder dies schnell per hand machen kann.
der sinn liegt ja nicht darin, traffic zu sparen, sondern nicht von werbung bombardiert zu werden. ich finde z.b. techcrunch schon hart an der grenze, da du wirklich kaum noch content auf dem monitor siehst. daher wird das bei mir rausgeputzt um platz zu schaffen. es ist ja auch egal, ob ich den feed lese oder die werbefreie webseite.
relevant ist die werbung in meinen augen fast nie, da es sich hier zu großteil nicht um kontextsensitive werbung handelt, sondern einfache bunte banner…
wenn mich etwas interessiert, dann maximal die adsense anzeigen, da die noch am relevantesten sind.
und du siehst werbung also als erweiterten (sinnvollen) content?
@Arno: Ich kann die Meinung, daß Werbung sinnvolle Information ist, auch irgendwie nicht nachvollziehen (Verbraucherinformationen sind für mich Stiftung Warentest) – Du scheinst da aber nicht der Einzige zu sein, der so denkt. Ich wunder mich nur. Das Gros an Werbung, daß ich auf den obigen Seiten sehe ist nichtmal Paratext, also block’ ich das auch weg – bis die Werbung dann mal wieder der Igel in dem alten Wettlauf ist.
– gut.
P.S.: Auf Deiner Seite habe ich auch keine Werbebanner gefunden – also muß man sich die auch nicht wie bei boingboing mit Jameson schönsaufen
Okay, ich verstehe. Aber bisher hat mich Werbung noch nie so genervt, dass ich mir deswegen die Mühe gemacht hätte, einen Adblocker zu aktivieren. Keine Frage: 98 Prozent interessiert mich gar nicht, aber manchmal entdecke ich beim Surfen auf SpOn oder bei heise irgendwelche interessanten Angebote zwischen den vielen bunten Bannern. Kommt selten vor, das stimmt.
Mal als These:
- Werbung ist Info
- Adblocking auf Gratiscontent ist Diebstahl
Wie gesagt, nur als These. (Ich hab keien adblocker lafen, nur Popoupblocker wiel Popuos mir schon den FF zerschossen haben, was doof ist, wenn man grad nen Artikel schreibt .
Ich habe zum Glück eine ziemlich selektive Wahrnehmung. Ich seh die Werbung einfach nicht – wie ein eingebauter Bio- Adblocker.
Für die (Gratis-) Contentlieferanten ist das okay, glaub ich. Die bekommen ihr Geld ja dann trotzdem.
Finde nur ich es inkonsequent, dass du – obwohl dich Werbung offensichtlich so sehr stört, dass du sie per Adblocker ausblendest – trotzdem selbst Werbung auf deiner Seite anzeigst?
@oliver: darüber habe ich mir auch schon gedanken gemacht. werbung als info: dann verzichte ich eben auf diese zusätzlichen informationen…
zumindest gesetzlich kann man adblocking nicht als diebstahl bezeichnen, möchte jemand seine inhalte dennoch monetarisieren, müsste er sie eben als premiuminhalte anbieten.
da ich sowieso viel rss lese, schadet es den anbietern, die den feed ungekürzt anbieten auch nicht.
@franz: eben, ich habe zumindest diese fetten blinkenden banner auch immer übersehen. ihr geld bekommen die anbieter hierbei aber nicht, da hier idr leads oder klicks zählen.
@mk: ich hindere niemand daran, einen adblocker einzusetzen. der uterschied ist, dass es bei mir keine bannerwerbung (über die bttons rechts muss man sich streiten) gibt.
reine textwerbung finde ich nicht so störend, wen es dennoch stört, der darf meine ungekürzten und werbefreien feed abonnieren.
Verkehrte Welt, wenn es schon so weit gekommen ist, dass jemand darüber nachdenkt, das nicht Ansehen von Werbung könnte Diebstahl sein. Passt aber zur Sichtweise von verschiedenen Privatfernsehsendern, die das so bei denen sehen, die keine Fernsehwerbung ansehen wollen. (Argument: Wer dafür sorgt, dass Leute keine Fernsehwerbung sehen, beklaut das Privatfernsehen…).
Wie stark muss man schon die Bodenhaftung verloren haben, um so etwas ernsthaft als These aufstellen zu wollen?
Werbung ist sinnvolle Info? Sicherlich überweiegend nicht wenn wir von Adwords-Werbung auf Blogs reden. Der typische und wiederkehrende/regelmäßige Besucher will irgendeinen Beitrag/Meinung/Kommentar im Blog lesen und kommt kaum wegen der Werbung zu dem Blog und wird auch kaum auf Werbung klicken. Die Adwords-Werbung z.B. ist eher für die zufälligen Besucher, die von Google ins Blog geschwemmt werden.
Beispiel dieses Blog (Werbung rechts): Ist hier der typische Besucher so esoterisch angehaucht, dass Werbung für Tarotkartenlegen und Wahrsager eine sinnvolle Information ist und braucht er ausserdem noch regelmäßig Medikamente, so dass Werbung für Medikamenten Preisvergleich notwendig ist? Kommt wegen dieser Werbung irgendein Besucher ins Blog?
@andreas f.: you never know…
Werbung stört m.E. insbesondere dann, wenn sie kommunikativ irrelevant ist. Ich kann als Rezipient nicht annehmen, daß Pharmaziewerbung irgendwie zu der hier stattfindenden Kommunikation gehört. Also empfinde ich dadurch evtl. die Maxime der Informativität, der Relevanz und/oder der Wahrhaftigkeit verletzt – dann bleibt mir nur das Ignorieren oder der Abbruch der Kommunikation. Letzteres wäre Schade, insbesondere für die Textsorte ‘Blog’.
Sorry